Reha 4. Tag – 30.12.2017

Wir waren im Städtchen zum einkaufen. Nur kurz, rein und raus. Konnten nur erahnen, das es eine kleine Stadt ist, die bei uns sicher nur den Status eines Dorfes hätte. Doch durchaus nett und gemütlich, auch mit ein paar Sehenswürdigkeiten, die wir bestimmt noch bei einem weiteren Ausflug besuchen werden.

Danach war ich schwimmen. Hat gut getan. Ein nettes kleines Schwimmbad, in dem ich prima ein paar Bahnen schwimmen kann und relaxen. Überall im Becken kann man stehen, folglich gibts auch kein Sprungbrett. Ist aber auch nicht nötig. Wenn man in das Schwimmbad rein kommt, kriegt man erst mal einen Schlag vor den Kopp, weil es sehr warm ist. Auch die Wassertemperatur liegt bei 30 31° Celsius, was ich als sehr angenehm empfinde. Bin ja eine kleine Frostbeule.

Abends saßen wir dann wieder bei einer Tasse Tee zusammen und spielten ein sehr einfaches Ratespiel, bei dem man keinerlei Utensilien benötigt. Einer denkt einfach an etwas, das kann ein Prominenter,ein Tier, ein Bauwerk oder auch irgendein Gegenstand sein, und die anderen müssen das dann erraten durch geschickt gestellte Fragen, die mit ja oder nein beantwortet werden müssen. Hat Spaß gemacht!

Mir kommt es vor, als wäre Heiligabend nicht nur eine Woche her, sondern schon viel länger. Hier verliert die Zeit ihr Bedeutung. Nichts zählt, nur der Augenblick.

Ich beobachte die anderen “Klienten“. So werden wir hier genannt, ich empfinde uns ja eher als – ja, keine Ahnung, als was? Patienten, Insassen, Bekloppte, Psychos, Gestörte?

Manch einer oder eine hat hier echt ein Problem damit in einer psychosomatischen Klinik zu sein. Ich nicht, mir ist es egal wie ich hier genannt werde, Hauptsache mir wird geholfen und das wird es.

Bis dann…..

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