22.10.2017

Viel ist passiert. So langsam erkenne ich, das ich nicht richtig getrauert habe bzw. die Trauer nicht zuließ. Bin rastlos, orientierungslos. Weiß nicht wo ich stehe, weiß nicht wo ich hin will.

Ich fing sehr schnell eine neue Beziehung an. Nicht nur zur Ablenkung, aber auch, vielleicht unbewusst nur dazu. Ich weiß es nicht.

Sie hilft mir sehr, lässt mich vergessen. Obwohl alles passt, wir haben viel gemeinsam, steh ich mir selbst im Weg, blockiere. Lass nicht mehr zu.

Auf der einen Seite will ich nicht alleine sein, auf der anderen bekomme ich Panik wenn es ums zusammen ziehen geht. Ich will keine Verantwortung mehr übernehmen müssen, das weiß ich!

Ich hab’s beendet, einfach so. Dann haben wir geredet. Sie versteht das, ich würde mich zum Teufel jagen. Alles ist offen….. dafür bin ich ihr dankbar.

Keine Ahnung wie es nun weiter geht. Eine Therapie oder Kur würde bestimmt helfen – sagen die anderen. Will ich das? Doch es führt wohl kein Weg dran vorbei.

Vielleicht hilft es schon hier zu schreiben, also mach ich das. Therapieblog – oder so. Vielleicht ist auch morgen schon wieder Schluss….. mit dem Schreiben.

6 Gedanken zu „22.10.2017“

  1. Ich hab es dir nicht gewünscht, aber eigentlich kommt das oft genau so, wenn der Schockzustand endet. Und jetzt musst man den Weg weitergehen und alles zu seiner Zeit entwickelnlassen und lernen. Die Seele, glaube ich, verdrängt solange, bis sie es aushalten kann. Wieder eine Aufgabe zu lösen im Leben. Ich drück dich. Vielleicht klingt das alles ein wenig konfus, sind eben Gedankenfetzen, die mir dazu in den Sinn kamen🌻

  2. Lass dir Zeit – lass los – erzwinge nichts – atme – ein und aus – gehe ein Schritt nach dem anderen – lache – weine – arbeite – jogge – verdränge – lass es zu – verzeihe dir Fehler – hab Geduld mit dir, der Situation und den Menschen um dich herum!
    Das wird schon wieder werden – irgendwie, irgendwann – nur nicht aufgeben!
    Du schaffst das, da bin ich mir ganz sicher <3

  3. Hey…Du wirst lachen, da wir uns kaum kennen, aber erahnt habe ich es schon lange. Es waren viele Jahre, viel er und gelebtes. Drei Kinder, eure gemeinsamen Freuden, aber auch Leiden. Das kann ein noch so starkes Herz nicht in kürzester Zeit ad acta legen. Deine Seele schreit, nimm Dir eine Auszeit, suche Gespräche oder Hilfen, wenn Dir danach ist. Ebenso für die müßigen, schwerzenden, zahlreichen Tränen. So lapidar das klingen mag, es geht vorbei und ein neuer Horizont erscheint. Fühl Dich geherzt.

  4. Hallo Ludger. Ich weiß, dass es in solchen Situationen kein Richtig oder falsch geben kann! Egal, welcher Schmerz, welche Hochgefühle und wieder Verzweiflung dich in nächster Zeit befallen mögen- lass es zu. Ohne alle Beteiligten Personen persönlich zu kennen, glaub ich zu sehen, dass Du auf dein Umfeld vertrauen kannst. Ein wichtiger Mensch in meinem Leben würde mir auch zu professioneller Hilfe raten. Du schaffst das!

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