07.11.2017

Seit gestern bin ich krank geschrieben bis nächste Woche Freitag. Meine Ärztin riet mir auch dazu mir professionelle Hilfe zu suchen, damit ich den Tod meiner Frau und alles, was damit zusammen hängt, besser verarbeiten kann. Außerdem wird eine Reha / Kur beantragt. Mein Gesundheitszustand erfordert das wohl.

Solange das Leben einfach so vor sich hinplätschert und nichts Außergewöhnliches passiert funktioniere ich. Dann kann ich arbeiten, lachen, mich um meine Kinder kümmern, Freunde treffen usw. Alles kein Problem.

Doch sobald es nicht rund läuft, ein kleiner Stein auf meinem Weg liegt, ein Problem auftaucht, und sei es auch noch so klein, drehe ich am Rad, werde unruhig, teilweise aggressiv und rege mich wegen jedem Mist auf.

Dinge, die zu erledigen sind, über die ich früher lächelte, waren sie auch noch so kompliziert, anstrengend oder schwierig, treiben mir heute den kalten Schweiß auf’s Gesicht und lassen mich verzweifeln. Selbst alltägliche Aufgaben, wie zum Beispiel Wäsche waschen oder putzen, sind mir oft schon zu viel.

Dazu kommt dann noch, das ich im Schnitt nie mehr als fünf Stunden pro Nacht schlafen kann. In Nächten, in denen mich Alpträume heimsuchen sind es oft noch weniger Stunden. Darum habe ich auch Schlaftabletten verschrieben bekommen.

Das Einzige, was mir kein Kopfzerbrechen bereitet und was in der Regel läuft wie geschmiert ist die Arbeit. Die lenkt ab, da bin ich routiniert und gelassen, was zu einem Großteil meinem fantastischen Kollegen geschuldet ist, der sehr viel Rücksicht nimmt und viel abfängt.

Heute ist schon ein großer Umschlag meiner Krankenkasse gekommen. Ich vermute mal die Formulare für die Reha / Kur. Da schaue ich heute aber nicht mehr rein, das mache ich morgen.

Bis dann!

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